Kunst im Lockdown

„LOCKDOWN-Triptychon“

Das letzte Jahr ist nicht spurlos an uns vorübergegangen…

 

Im vergangenen Halbjahr haben sich die Kunstkurse der EF und der Q1 daher inhaltlich intensiv mit dem Thema LOCKDOWN auseinandergesetzt.

 

Ausgehend von dem Triptychon „Der Anfang“ des Künstlers Max Beckmann beschäftigten sie sich mit Beckmanns besonderer Bildsprache und wandelten sein Bild mit Blick auf ihre eigene Thematik um, ergänzten, ersetzten Teile oder entwickelten ein ganz eigenes und persönliches Triptychon.

 

 

Während der Corona Pandemie bzw. im Zuge des Lockdowns haben die Menschen viel Zeit zu Hause mit sich selbst oder mit ihrem Haushalt verbracht, einige von ihnen haben auch ihre Gedanken und Gefühle in Form von Kunst der Außenwelt präsentiert.

Doch nun stellt sich die Frage was sie damit ausdrücken wollen, was der Sinn dahinter ist und für wen diese Kunst bestimmt ist?

Viele Menschen haben in Form von Bildern ihre Probleme mit den Regelungen veranschaulicht, sie zeigen offen ihre Abneigung gegenüber der Isolation, aber gleichzeitig weisen sie darauf hin, dass sie sich bewusst sind, an der Situation nichts ändern zu können. Dennoch ist die Kunst ein Appell an die Menschen der Politik und eine Veranschaulichung ihrer Gefühle an sich selbst. Es wird gezeigt, dass der Lockdown viele Probleme, mit denen jeder zu kämpfen hat, aufweist, jedoch ist die Kunst zu solch einer Zeit auch des Öfteren ein Hoffnungsträger für die Menschen. Eine Erinnerung daran, dass unabhängig von den Umständen, egal in welcher unvertrauten Situation jemand ist, es immer etwas geben wird, das einen daran erinnert eines Tages, unabhängig davon wie lang man dafür warten muss, die Normalität zurückkehrt. Außerdem zeigt es einen, das selbst Neues immer etwas Altes mit sich bringt, und somit immer ein Teil von damals mit sich geführt wird. Weitergehend ist die Kunst zu solch einer prägenden Zeit auch ein Aufruf, dass der Künstler und die Menschen, die er oder sie damit vertreten möchte, sich der Situation nicht ohne Bedacht fügen, sondern ihre eigenen Gedanken dazu formen. Diese Kunst ist ein Weg für viele, gehört zu werden und Gleichgesinnte zu finden, vor allem in einer Zeit in der sich viele alleine fühlen. Es ist ein Symbol des Zusammenhaltes, ohne sich zu sehen, zu berühren oder auch öfters zu hören. Eine Sprache, die jeder ganz individuell versteht und so individuell das Verständnis dieser Kunst ist, ist auch der Sinn dahinter.

Deswegen muss jeder selbst seinen Grund finden, warum er oder sie über diese Kunst redet, sie betrachtet oder sie selbst kreiert, doch sollte man immer eins im Sinn haben: Egal was sie einem bedeutet, man ist nicht allein damit, auch wenn man allein im Raum steht.“

 

Isabelle Zetschke (Schülerin der EF)