Wie können Schulen junge Menschen auf eine nachhaltige Zukunft vorbereiten? Mit dieser Frage beschäftigten sich Lehrkräfte der Heinrich-Böll-Gesamtschule im Rahmen einer zweitägigen Erasmus+-Fortbildung, die an unserer Schule stattfand.
Die Veranstaltung war Teil der Erasmus+-Akkreditierung der Heinrich-Böll-Gesamtschule und bot den Teilnehmenden die Gelegenheit, sich intensiv mit aktuellen europäischen Ansätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung auseinanderzusetzen. Unter der Leitung der bulgarischen Expertin Grozdena Chalakova wurden Strategien, europäische Kompetenzrahmen und praxisnahe Unterrichtsideen vorgestellt und gemeinsam diskutiert.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem internationalen Austausch. Grozdena Chalakova stellte inspirierende Beispiele aus Bulgarien vor und zeigte auf, wie Klimabildung und Nachhaltigkeit dort bereits erfolgreich in Schulen umgesetzt werden. Präsentiert wurden unter anderem Erasmus+-Projekte, eTwinning-Initiativen sowie schulweite Konzepte, die nachhaltiges Handeln fest im Schulalltag verankern.
Die Fortbildung knüpfte an die bereits bestehende Zusammenarbeit zwischen der Heinrich-Böll-Gesamtschule und der Education for Climate Local Community Bulgaria an. Bereits seit 2024 stehen beide Seiten im regelmäßigen Austausch. So nahmen Lehrkräfte unserer Schule unter anderem an der ersten nationalen wissenschaftlich-praktischen Konferenz „Green Education for a Sustainable Future“ sowie an einem Runden Tisch zur Klimabildung in Bulgarien teil. Die Veranstaltung setzte diese erfolgreiche Kooperation fort und eröffnete neue Perspektiven für gemeinsame Projekte.
Ein weiterer Programmpunkt war die Vorstellung der Education for Climate Coalition – einer europaweiten Gemeinschaft von Lehrkräften, Schulen und Bildungseinrichtungen, die gemeinsam Ideen und Projekte für eine nachhaltige Bildung entwickeln. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in die vielfältigen Möglichkeiten, sich europaweit zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen.
Besonders deutlich wurde während der Fortbildung, dass Nachhaltigkeit weit mehr ist als ein einzelnes Unterrichtsthema. Sie betrifft die gesamte Schulgemeinschaft – von der Unterrichtsgestaltung über Schulentwicklungsprozesse bis hin zum alltäglichen Handeln. Der europäische Kompetenzrahmen GreenComp bot dabei wertvolle Anregungen, wie nachhaltigkeitsbezogene Kompetenzen systematisch gefördert werden können.
Die gewonnenen Impulse werden nun in die weitere Schulentwicklung der Heinrich-Böll-Gesamtschule einfließen. Gleichzeitig soll der europäische Austausch im Rahmen von Erasmus+ weiter ausgebaut werden, damit Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler auch künftig von internationalen Kooperationen profitieren können.








