Die Heinrich-Böll-Gesamtschule besteht seit 1987 als 5-zügige Gesamtschule bis Klasse 10 und mit

einer zwei- bis dreizügigen Oberstufe. 

Unser Namensgeber Heinrich Böll gilt als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller seit dem 2. Weltkrieg. Er unterstützte die Friedensbewegung in Deutschland und setzte sich auch international für Frieden, Völkerverständigung und freie Meinungsäußerung ein.

Zahlreiche Kinder und Jugendliche, aber auch Lehrer*innen unserer Schule stammen aus Ländern, die mehr oder weniger weit von Deutschland entfernt liegen. Wir alle leben und arbeiten an dieser Schule zusammen, um ganz im Sinne Bölls ein multikulturelles, vielfältiges und friedliches Leben hier in der Schule zu führen. Hier soll ein Ort sein, an dem unsere Schüler*innen lernen, ihre Meinung zu bilden und angemessen zu äußern. Ein Ort, an dem jeder seine Rechte wahrnehmen kann, respektiert von anderen und mit Respekt für andere, die verschieden sein mögen.

Vielfalt als Gewinn für alle

 Vielfalt ist unsere Stärke. Ob durch Sprache oder kulturellen Hintergrund - die Lernenden, die Lehrenden und alle anderen Menschen, die an der HBG tätig sind, bringen vielfältige Erfahrungen mit in unsere Schule. Unser Ziel ist es, diese Vielfalt – im Sinne der interkulturellen Begegnung – so zu entwickeln, dass dies als Gewinn für alle wahrgenommen und die freie Entfaltung der Persönlichkeit jedes Individuums ermöglicht wird. 

 

Angesichts der großen Vielfältigkeit sind Reibungen und auch Konflikte im Alltag selbstverständlich. Entscheidend aber ist, wie wir solche Auseinandersetzungen austragen: nie mit Gewalt, sondern mit Argumenten und immer mit Respekt! Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art treten wir deshalb konsequent entgegen. Wir stehen ein für ein friedliches, faires, tolerantes und solidarisches Zusammenleben - unabhängig von Religion, Geschlecht, Herkunft, sexueller Orientierung, Identität oder Weltanschauung. 

 

In einer sich schnell verändernden Lebenswelt stellt die Fähigkeit, mit und in Vielfalt zu leben, eine Zukunftskompetenz dar. Sie als Chance zu begreifen und zu nutzen, leistet einen wesentlichen Beitrag zur Bildung der Persönlichkeit.

 

Die Schule ist auch ein Ort des Austausches über persönliche Bekenntnisse, Lebensentwürfe wie auch religiöse Überzeugungen. Sie kann diesen aber als öffentlicher Raum keinen herausgehobenen Platz bieten. Dafür möchten wir Anlässe wie Festtage, Jahres- oder Gedenktage nutzen, um Begegnungen zu ermöglichenund zu fördern. Das gegenseitige Kennenlernen, das Wissen um die Anderen ist das beste Fundament, umvorurteilsfrei zusammenzuleben.

 

Den verbindlichen Rahmen, damit Vielfalt zum Gewinn für alle werden kann, stellt das Grundgesetz mit seiner Garantie der individuellen Rechte dar. Außerdem gelten für uns als Schule die Vorgaben des Schulgesetzes NRW.

 

Wir sind überzeugt davon, dass – getragen vom Respekt vor der Andersartigkeit – die Vielfalt an unserer Schule zu einer einzigartigen Schulgemeinschaft wachsen kann. 

 

"Es gibt keine Freiheit ohne gegenseitige Achtung." (Heinrich Böll)